Berufsfeldorientierung I

 

SE, 2 Std.

Mag. Dr. Gert Dressel, Mag. Dr. Silvia Hellmer

823.002 Uni Klagenfurt, IFF, Lehrprogramm, Masterstudium Sozial- und Humanökologie

230.163 Uni Wien, Soziologie

 

Termine:  

Mi, 25. Oktober 2017, 9:00-14:00 Uhr, SR 4c

Mi, 08. November 2017, 9:00-14:00 Uhr, SR 4c, SR 5

Mi, 22. November 2017, 9:00-14:00 Uhr, SR 4c, SR 4a

Mi, 06. Dezember 2017, 9:00-14:00 Uhr, SR 4c

Mi, 13. Dezember 2017, 9:00-14:00 Uhr, SR 6

 

Ort:

Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF), Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien

 

Info und Anmeldung bis 13. Oktober 2017: bei: LehreIK@aau.at;

Inhaltliche Rückfragen bei Dr. Silvia Hellmer: silvia.hellmer@aau.at

 

Inhalt und Methodik:

 

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung wird auf Basis handlungsorientierter theoretischer Modelle aus den Kultur- und Sozialwissenschaften eine Verbindung zwischen Studium und (möglicher) eigener Berufspraxis hergestellt, um Schnittstellen zwischen den jeweiligen TeilnehmerInnen (Individuen im Sinne von AkteurInnen) und gesellschaftlichen Möglichkeiten und Barrieren (konkret des Arbeitsmarkts) herzustellen. Vor allem mit Formen eines reflexiven biografischen Zugangs (Biografiearbeit bzw. angewandte Biografieforschung) wird die Auseinandersetzung mit den eigenen bereits im Studium und anderswo erworbenen theoretischen, methodischen, fachlichen und sozialen Erfahrungen und Kompetenzen in den Mittelpunkt gestellt.  Auf dieser Basis werden berufliche Perspektiven erarbeitet und nächste berufliche Schritte konkretisiert, um eine Orientierung für die weitere berufliche Perspektive in dem Sinne zu schaffen, dass Erfahrungen bzw. Kompetenzen in weitgehender Balance mit gesellschaftlichen beruflichen  Angeboten stehen.

 

Die Lehrveranstaltung ist Teil des IFF-Lehrprogramms Interdisziplinäre Kommunikation, Wissensmanagement und soziales Lernen.


In einer daran anschließenden Lehrveranstaltung im SoSe 2016 sollen dann konkrete Bedingungen des aktuellen Arbeitsmarkts behandelt und Kontakte mit relevanten Institutionen (in Form von biografischen Interviews mit RepräsentantInnen von Berufsfeldern und Organisationen) geknüpft werden.

 

AdressatInnen:

Studierende aus Sozial-, Kultur- und Naturwissenschaften am Ende des Studiums (Bachelor, Master, Doktorat), Studierende der Technischen Universität Wien.

 

Anrechenbarkeit:

Soziologie, Bildungswissenschaft, Geschichte, Internationale Entwicklung der Universität Wien (oder aufgrund persönlicher Vereinbarung mit der jeweiligen Studienprogrammleitung), Masterstudium Sozial- und Humanökologie der Universität Klagenfurt, Technische Universität Wien.

 

Voraussetzung für den Zeugniserwerb:

aktive Mitarbeit, schriftliche Ausarbeitung und Präsentation der geforderten Produkte, Seminararbeit

 

Zertifikat:

Absolvierung von mindestens 12 Semesterwochenstunden im Rahmen des Lehrprogramms Interdisziplinäre Kommunikation, Wissensnetzwerke und soziales Lernen. Informationen zum Lehrprogramm unter www.workinprocess.at.

 

Literatur:

Alheit, Peter: Transitorische Bildungsprozesse: Das „biographische Paradigma“ in der Weiterbildung. In: Mader, Wilhelm (Hg.): Weiterbildung und Gesellschaft. Theoretische Modelle und politische Perspektiven. 2. erw. Aufl., Bremen 1993, 343-416.

 

Jansen, Irma: Biografie im Kontext sozialwissenschaftlicher Forschung und im Handlungsfeld pädagogischer Biografiearbeit. In: Hölzle, Christina/Jansen, Irma (Hg.): Ressourcenorientierte Biografiearbeit. Grundlagen – Zielgruppen – Kreative Methoden. Wiesbaden 2009

 

Miethe, Ingrid: Biografiearbeit. Lehr- und Handbuch für Studium und Praxis. Weinheim/München 2011.

 

Weitere einführende Literatur

 

AK Wien/IFF Wien (Hg.): Verschlungene Wege. Von der Uni ins Berufsleben. Sammelband zur Tagung „Biografie & Berufsfeld“. Wien 2006.

 

Alheit, Peter: Identität oder Biographizität? Beiträge der neuen sozial- und erziehungswissenschaftlichen Biographieforschung zu einem Konzept der Identitätsentwicklung. In: Integrative Therapie 3-4/2002, 190-209.

 

Buschmeyer, Hermann/Heidi Behrens-Cobet (Bearb.): Biographisches Lernen. Erfahrungen und Reflexionen, hg. vom Landesinstitut für Schule und Weiterbildung. Soest 1990.

 

Bolles, Richard Nelson: Durchstarten zum Traumjob, Frankfurt/New York, 4. durchgesehene Auflage 2000.

 

Dausien, Bettina: Theoretische Perspektiven und methodologische Konzepte für eine re-konstruktive Geschlechterforschung. In: Becker, Ruth/Kortendiek, Beate (Hg.): Handbuch der Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Opladen 2004, 314-325.

 

Dressel, Gert: Wissen schaffen als Ich-AG. Über frei herumlaufende GeistesarbeiterInnen. In: Peskoller, Helga/Michaela Ralser/Maria A. Wolf (Hg.): Texturen von Freiheit. Beiträge für Bernhard Rathmayr. Innsbruck 2007, 223-232.

 

Dressel, Gert/Langreiter, Nikola: Wissenschaftlich Arbeiten – schneller, höher, weiter? Zum (Un-) Verhältnis von Arbeit und Freizeit in den (Kultur-) Wissenschaften [51 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 9(1), 2008, Art. 38. Verfügbar über:  http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/viewArticle/313/687

 

Dressel, Gert/Novy, Katharina: Vergessen gehört zum Erinnern. „So etwas gibt sehr viel, wenn man sprechen kann“ – Biografiearbeit als Bildungsarbeit. In: tools. Österreichische Fachzeitschrift für Erwachsenenbildung, Heft 4/2009, 8+10.

 

Faulhammer, Michaela/Marianne Reich (Hg.): Den eigenen Weg gehen. Erfolgsgeschichten österreichischer Frauen. Wien 2006.

 

Forum Sozialforschung (Hg.): Positionierung der außeruniversitären Sozialforschung (= Forum Sozialforschung Schriftenreihe, 4). Wien 1999.

 

Giegel, Hans-Joachim: Strukturmerkmale einer Erfolgskarriere. In Wolfram Fischer-Rosenthal/Peter Alheit (Hrsg.), Biographien in Deutschland. Soziologische Rekonstruktion gelebter Gesellschaftsgeschichte. Opladen 1995, 213-231.:

 

Haak, Carroll/Anika Rasner: Search (f)or Work: Der Übergang vom Studium in den Beruf. Geisteswissenschaftler im interdisziplinären Vergleich. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64(2009), 235-258.

 

Hellmer, Silvia/Barbara Smetschka: Prozesskompetenz entwickeln – Veränderung gestalten. Prozessorientiertes Lernen in Unternehmen und Universitäten. Heidelberg 2009.

 

Ingrisch, Doris/Brigitte Lichtenberger-Fenz: Hinter den Fassaden des Wissens. Frauen, Femi­nis­mus und Wissenschaft – eine aktuelle Debatte. Wien 1999.

 

Klausener, Helge (Hg.): Berufe für Philosophen. Darmstadt 2004.

 

Possél, René (Hg): Berufe für Theologen. Darmstadt 2004.

 

Ruhe, Hans G.: Methoden der Biografiearbeit. Lebensspuren entdecken und verstehen. 4.akt.  Aufl., Weinheim/München 2009.

 

Rühl, Margot (Hg.): Berufe für Historiker. Darmstadt 2004.

 

Schuster, Gabriele (Hg.): Neuland. Berufliche Horizonte für Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen. Wien 1994.

 

Schweighofer-Brauer, Annemarie u. a. (Hg.): „Eigentlich lief alles nach Plan, bis ...“ Biographische Texte zu freien Wissen­schaftlerinnen in Österreich. Innsbruck 2002.

 

Sennet, Richard: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 1998 (Tb-Ausgabe: 2000).

 

 

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