Lehre: Lehrprogramm Universität und Arbeitsmarkt

Berufsorientierung und prozessorientiertes Lernen

 

Dem Lehrprogramm lag die Philosophie zugrunde, dass die Gestaltung der Arbeitspraxis zukünftig immer weniger einem stetigen beruflichen Entwicklungsmuster - vom Lehrling zum Meister oder vom Assistenten zum Universitätsprofessor – folgen wird, sondern vielmehr andauernde Neuorientierung und Gestaltung eigener Arbeitsprozesse erforderlich sein wird.

 

Dies geht einher mit einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, in der sich auch Organi­sationen immer stärker in Veränderungsprozessen befinden. Dieser Wandel setzt voraus, dass eigenes Handeln in Arbeitskontexten abgestimmt und koordiniert wird. Dazu bedarf es Prozesskompetenzen. Das Lehrprogramm hatte zum Ziel, Fähigkeiten der Selbst­organisation in Arbeitskontexten zu stärken und weiter zu entwickeln.

 

Konkret lag der Fokus auf der Entwicklung der eigenen Kompetenzen am Ende des Studiums, um den Übergang ins Berufsleben gut zu gestalten. Bereits vor Abschluss des Studiums sollte mit einem potenziellen Berufsfeld, Organisationen und Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen Kontakt aufgenommen werden. Ein Anknüpfungspunkt für eine zukünftige Berufstätigkeit, war die Planung, Umsetzung und Evaluierung eines Praxisprojektes.

 

Begleitend zu diesem Praxisprojekt wurden wesentliche Prozesskompetenzen, die beim Berufsantritt und im Berufsleben insgesamt immer wichtiger werden, erlernt bzw. weiterent­wickelt:

 

  • kommunikative Kompetenzen
  • Teamfähigkeit
  • Umgang mit Krisen und konflikthaften Situationen
  • Führungskompetenz und Selbstorganisation
  • Verständnis von Organisationsstrukturen und –prozessen
  • eigene Handlungsfähigkeit in sozialen und organisationalen Kontexten

 

Das Lehrprogramm wurde in einem Artikel in der Zeitschrift für „Das Hochschulwesen“, 53 Jg. 6/2005 vorgestellt: www.hochschulwesen.info

 

 

   

 

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