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ZEIT UND BILDUNG veröffentlicht:

 

Die Bedeutung von Zeit ist in der Bildungsdiskussion immer mehr in den Vordergrund ge­rückt. Es geht um Zeitknappheit, den wachsenden Druck auf das Bildungssystem, um das rasant zunehmende Wissen durch immer stärkere Spezialisierung zu verarbeiten, Lernen über die „Lebenszeit“ und vieles mehr.

 

Grundlegend für diese gestiegenen Anforderungen an unsere Lern- und Veränderungsbe­reitschaft sind die sich dynamisch entwickelnden Umwelten des Bildungssystems. Beschleu­nigte Innovations- und Produktionszyklen in der Wirtschaft verknappen die Zeit, sowohl für den Produzenten als auch für den Konsumenten. Für die Unternehmen gilt es, sich an eine sich immer rascher verändernde Umwelt (neue Märkte und Innovationen, Fusionen, neue Organisationsformen) anzupassen und sich darin zu bewähren. Für den Konsumenten sich in einer immer größeren Vielfalt zu orientieren und zu wählen. Im Bildungsbereich ist eine nie da gewesene Wissensvielfalt zu selektieren um sie sinnvoll zu nutzen.

 

Wer die Wahl hat, hat die Qual - Lernen als Grundlage den gesellschaftlichen Wandel zu bewältigen?

 

Entscheidend für den Umgang mit Vielfalt und Komplexität ist sinnvolle Selektion. Dies impli­ziert mehr als nur einfach (Fach-)Wissen zu übernehmen, es „auswendig zu lernen“. Viel­mehr geht es hier um Aneignung von Wissen, das (für mich) Bedeutung hat. Damit ist der Kontext der Wissensanwendung angesprochen, der nicht nur ein inhaltlicher, sondern auch ein sozialer ist. Dies setzt aber ganz andere Maßstäbe und bedarf der individuellen und so­zialen (vielfach eingebettet in organisationale Kontexte) Reflexion, Bewertung und Anwendung.

ZEITPRESSE; Sonderausgabe Bildung 2007, ISSN 1813-8721
Siehe auch Verein zur Verzögerung der Zeit:
Link zur Zeitpresse

 

   

 

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